Kleine Nachtfahrt

Für unsere Fahrt nach Norden haben wir die Route zwischen dem griechischen Festland und der langen Insel Euböa gewählt. Da die Wasserfläche nicht so groß ist sind dort keine besonderen Wellen zu erwarten.

Am Nachmittag des 16. Mai erreichen wir die Stadt Chalkis, die an der Meerenge zwischen Insel und Festland liegt. Eine kleine Brücke verbindet die Stadtteile und tagsüber herrscht reger Verkehr.

Nachts wird für eine Stunde die Brücke auf die Seite geschoben und Schiffe können durchfahren. Die Wartezeit verbringen wir mit der üblichen Bürokratie und bezahlen 35 € für die Passage. Der Supermarkt bringt uns unsere Einkäufe mit dem Auto zum Schiff. Dann haben wir Zeit für ein kleines Abendessen in einer netten Taverne.

Unsere Schiffe liegen im Dreierpack an der Pier. Die Hafenpolizei hat uns gesagt, wir sollen ab 21:30 am Funkgerät rufbereit sein. Das kommt uns doch ein wenig übertrieben vor, also legen wir uns auf die Bank und warten ab. Um 1 Uhr gibt es ersten Funkverkehr mit einem Frachter, der auch durch will. Und um 2 Uhr geht es tatsächlich los. Der Frachter rauscht an uns vorbei und die Segler werden einzeln per Funk aufgefordert loszufahren.

Susanne Radlach mit ihrer kleinen Mistral ist die erste, die ablegt. Wir sind der letzte Segler im Konvoi.

Die zwei Hälften der Brücke sind links und rechts unter die Straße geschoben. Dieses interessante Bauwerk ist seit 1962 in Betrieb.

Eine Stunde später legen wir den Anker. Hier können wir in herrlicher Ruhe noch ein paar Stunden schlafen bevor es wieder weitergeht.

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fjweber

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